Rezension: Crackrauchende Hühner

Krisi Schoellkopf | Montag, 27. März 2017 |


Titel: Crackrauchende Hühner
Autor: Leveret Pale
Verlag: Books On Demand
Erscheinungsdatum: 28. Februar 2017
Seitenzahl: 336
Preis: 2,99 Euro (e-Book), 9,99 Euro (Taschenbuch), 

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Klappentext und Infos

Romantik. Nihilismus. Drogen. Chaos. Kratom. Karl Marx beim Monopolyspielen. Zwei Hühner auf Crack. Der totale Wahnsinn.
Der 17-jährige Schüler Nathan ist ein psychopathischer Freak mit der exotischen Lieblingsdroge Kratom. Von den meisten seiner Klassenkameraden wird er gemieden, so auch von Daniel, der sogar Angst vor Nathan hat. Doch bei der Berlinklassenfahrt am Ende der zehnten Klasse kommen Nathan und Daniel in dasselbe Hotelzimmer und damit wird die Konfrontation unausweichlich. Bald schlagen Daniels Ängste vor Nathan jedoch in eine morbide Faszination für den exzentrischen Außenseiter, dem eine prophetische Macht innezuwohnen scheint, um. Je länger Daniel aber Nathan folgt, desto mehr beginnt die Realität zu zerbröckeln. Bald vollführt Nathan biblische Wunder und hält nihilistische Predigten. Es tauchen sonderbare Gestalten auf, wie Schwarze in Einhornkostümen, sprechende, cracksüchtige Hühner und suizidale Zombies. Zunehmend beginnen Traum und Realität immer mehr ineinander zu kollabieren. Bald steht Daniel vor der Frage:
Was ist real? Und wen interessiert das eigentlich?
(Amazon)


Meinung

Ich habe mein Exemplar des Romans direkt von Leveret Pale zugeschickt bekommen, vielen Dank (auch für die tollen Illustrationen)! :)

"Crackrauchende Hühner" ist kaum zu beschreiben. Ich werde es in den folgenden Zeilen versuchen, weiß aber schon, dass ich kläglich scheitern werde.
Leveret Pale ist bekannt dafür, den Leser nicht nur zu überraschen, sondern dessen Sicht auf die Welt zu metamorphosieren. 
Dieser Roman ist für all jene da draußen, die nicht nur Bücher lesen, sondern in eine Metaebene eintauchen wollen; Nichts in diesem Roman ist, wie es scheint, denn alles gilt es zu deuten. 
Ich liebe Romane, die nicht nur mit dem geschriebenen Wort, sondern mit einer ganz eigenen Welt faszinieren, so wie "Crackrauchende Hühner". So bizarr der Titel, so bizarr das Werk und es könnte nicht besser sein. 
Ich möchte noch einige Worte über den Autor verlieren, selten habe ich mich so verstanden und gleichzeitig so provoziert gefühlt, über meine eigenen Ansichten und den Sinn des Lebens nachzudenken. Leveret Pale spielt als Autor mit dem Leser, wie es kein zweiter tut. Seine Werke sind nicht werkimmanent zu deuten, nicht unilateral, sondern die ganze Welt kann innerhalb dieser 338 Seiten auf den Kopf gestellt werden; Denn jedes Thema - mag es soziologisch oder naturwissenschaftlich sein - wird im Roman angesprochen, ohne den Leser in eine Richtung zu drängen. 
Das Highlight des Romans war in meinen Augen die Intertextualität, da auf Werke Bezug genommen wird, die für mich sehr prägend waren, wie zum Beispiel Irvin Yaloms "Und Nietzsche weinte". 
Um ein Fazit zu ziehen, bedurfte es bei mir nicht viel Zeit, da ich von diesem Werk nicht nur begeistert bin, sondern es als mehr als Literatur ansehe. 



Fazit

Leveret Pales "Crackrauchende Hühner" ist ein beachtlicher Roman, in jeder Hinsicht. 
Ich vergebe:






Krisi ❤

Kommentare:

  1. Sehr schöner Beitrag das Buch hört sich interessant an für mich persönlich wäre das jetzt nichts:)

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    1. Vielen Dank! Falls Dir dieser Roman etwas zu "abgespaced" ist, Leveret Pale schreibt auch tolle Horror-Geschichten. ;-)

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  2. Ich hab das Buch angefangen und bin nun ca. auf Seite 100. Ich finde es echt interessant! Und die Rezension motiviert mich gleich noch mehr, schnell weiterzulesen :)

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    1. Vielen Dank, es freut mich sehr! Noch viel Spaß beim Lesen. :)

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