Rezension: Und irgendwo ich

Krisi Schoellkopf | Dienstag, 28. Februar 2017 |



Titel: Und irgendwo ich
Autorin: Franziska Fischer (Ink Rebels)
Genre: Jugendroman
Seitenzahl: 349
Erscheinungsdatum: 28. Februar 2017
Preis: 3,99 Euro (e-Book)

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Klappentext und Infos

»Du hast mich gefragt, wer auf diesen Fotos du bist. Weißt du das überhaupt selbst?«
Als ich nicht antworte, nickt er nur kurz, dann geht er, und ein kühler Abendwind folgt ihm durch den Garten wie der Schatten einer Erinnerung.

Alle paar Jahre beginnt für Lizzy ein neues Leben, wenn sie mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester in ein anderes Land zieht. Doch als ihre Familie in ein verlassenes Haus nach Deutschland übersiedelt, spürt Lizzy, dass dieses Mal etwas anders ist. Das Haus birgt ein Geheimnis.
Und außerdem ist da noch Merlin, in den sie sich auf keinen Fall verlieben will. Eigentlich.

(Amazon)



Meinung


Ich durfte Franziska Fischers Roman vorab lesen und habe mein Exemplar direkt von ihr zugeschickt bekommen, vielen Dank an dieser Stelle!

Eine junge Frau läuft mit dem Rücken zum Betrachter auf Zugschienen, welche sich in der Ferne verlieren. Dieses Bild spiegelt den Roman perfekt wider. Wieso? Das werdet Ihr beim Lesen erfahren. 

Lizzy hat schon in einigen Ländern der Welt gelebt und kennt kein wahres Zuhause. Als sie mit ihrer Schwester und ihrer Mutter nach Deutschland zieht, wirkt alles neu und teilweise komisch auf sie, wie zum Beispiel die Themen im Chemiekurs in der Oberstufe. ;-)
Während sie sich mit Gartenarbeit und lesen ablenkt, versucht sie alles, um sich an ihr neues Leben zu gewöhnen. Doch was hat es mit dem Haus auf sich, in welchem sie wohnt und welches unerklärlicherweise mysteriös wirkt? Und wie sollte in das ganze Chaos noch eine junge Liebe passen?
Die Geschichte ist besonders auf eine Weise, die schwer zu erklären ist. Ich bin in Lizzys Alter und kann deshalb ihre Verzweiflung und ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen. 
Oftmals war das Lesen wie ein Spiegel und ein Erlebnis zugleich, da ich nur ahnen konnte, wie Lizzy handeln würde und oftmals laut vor mich hingemurmelt habe: "Du hast ja so Recht....".
Die meiste Zeit wird das alltägliche Leben von Lizzy geschildert und an manchen Stellen nimmt der Roman mehr Fahrt auf, es ist ein Auf und Ab der Ruhe und der aktiven Handlungen, was ich als sehr angenehm empfand.

Lizzy ist, wie ich oben schon geschildert habe, der "typische" Teenager und doch anders. Sie kennt viele Kulturen und fühlt sich oftmals verloren, weswegen sie auch gern zu fremdsprachigen Büchern greift, um sich zurück in die - nun so weit weg erscheinenden - Länder, in welchen sie gelebt hat, zu teleportieren. 
Lizzy lässt den Leser an ihren Ansichten und Erfahrungen teilhaben. Manchmal allerdings, haben mir ihre Gefühlsschilderungen und somit ihre Persönlichkeit gefehlt. Sie äußert zwar häufig ihre Meinung, jedoch ohne eine Emotion durchschimmern zu lassen.
 Ich kann nicht genau sagen, was für ein Mensch sie persönlich ist, was ich sehr schade finde. 


Franziska Fischers Schreibstil ist sehr angenehm und verleiht dem Roman die Leichtigkeit eines Sommertages. Der Leser kann die frische Luft geradezu um die Nase wehen spüren, was mich begeistert hat. 



Fazit

"Und irgendwo ich" ist ein Roman, welcher die Gefühlslage eines Teenagers geradezu greifbar macht. Ein Teenager hat das Gefühl irgendwo zu sein, aber nicht zu wissen, wohin der Weg geht, noch wo er sich eigentlich befindet. Der Roman hat für mich kleine Schwächen bei den Charakteren, kann aber mit einem einzigartigen Schreibstil und einer Stimmung, die authentischer nicht sein könnte, punkten. 
Ich vergebe:











Krisi ❤

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